Der Beginn
In den 50er Jahren übernahm Herr Paul Schößwendter senior von seinem Vater ein kleines Sägewerk in Hin-terthal (bei Maria Alm). 1960 erwarb er den Standort in Saalfelden, Uttenhofen, und ließ das Sägewerk in Hinterthal auf. Die Vorbesitzer des heutigen Standor-tes hatten bis 1960 mit Unterbrechungen ein Säge-werk betrieben. Sie erzeugten Schnittholz, Holzwolle und Fassdauben - daher auch der Name „Dauben-säge“.

Von da an wurde die Daubensäge ständig ausgebaut, Holztrockenanlagen errichtet und außerdem mit der Weiterverarbeitung von Schnittholz zu Hobelwaren begonnen.

Die Modernisierung
1988 wurde mit der kompletten Erneuerung des Wer-kes begonnen. Mittlerweile werden mit 100 Mitarbei-tern jährlich 250.000 Festmeter Rundholz zu Schnitt-holz und Hobelwaren verarbeitet. Die anfallenden Nebenprodukte wie Rinde, Sägemehl, Hackschnitzel und Hobelspäne können restlos verwertet werden. Rinde wird in einer werkseigenen Biomassefeuerung zu Wärme für die Holztrocknungsanlagen verarbeitet, Säge- und Hobelspäne werden zu Pellets verpresst und als hochwertiger, erneuerbarer Energieträger vermarktet. Die Jahresproduktionskapazität der Pel-letierung beträgt 50.000 Tonnen, womit ca. 10.000 Haushalte versorgt werden können. Hackschnitzel werden als Rohstoff an die Papierindustrie geliefert.

Heimischer Rohstoff und regionale Arbeitsplätze
Die benötigten Rundholzmengen (vorwiegend Fichte) werden aus einem Umkreis von ca. 120 km ange-liefert, wobei der Großteil aus Österreich und Deutsch-land stammt. Der Großteil der Produktion wird - mit Schwerpunkt Italien - exportiert. Verkauft wird an Zimmereien, Baumärkte und holzverarbeitende Be-triebe wie Leimbinder- oder Verpackungshersteller. Das Familienunternehmen zählt heute zu den mo-dernsten und leistungsfähigsten Säge- und Hobel-werken in Österreich.

Ökostrom
Schößwendter bemüht sich neben dem Hauptgeschäft aus dem Säge- und Hobelwerk intensiv um die Er-zeugung von alternativen, erneuerbaren Energien wie Holz-Pellets, Wärme für Eigenbedarf und Fernwärme sowie Ökostrom. Das Biomasse-Heizkraftwerk ist seit Juni 2006 in Be-trieb und speist Ökostrom in das öffentliche Strom-netz ein. Damit können 14.000 Haushalte mit Öko-strom versorgt werden. Die er-zeugte Wärme von 14 MWh wird für den Eigenbedarf (Schnittholztrocknung, Spänetrocknung und Raum-heizung) verwendet.